von Antira-Campus Erfurt:
Rassistische Ausgrenzung durch Security-Mitarbeiter des
Nachtclubs Cosmopolar
Am Samstag, den 2. September 2012, um 00:20 Uhr wollte eine männlliche Person (29 Jahre alt), die Gay-Culture Veranstaltung in der Partylokalität Cosmopolar besuchen. Er wurde vom Security-Personal aufgrund seiner Staatsangehörigkeit nicht in den Club hineingelassen: Wie alle anderen Besucher des Cosmopolars, zeigte die besagte Person ihren Personalausweis. Nachdem die Security dem nicht-Deutschen Partygast signalisierte, dass er nicht rein könne, fragte der Partygast nach dem Grund. Daraufhin zeigte die Security mit seinem Finger auf den Halbmond und Stern, welches auf dem türkischen Personalausweis der abgelehnten Person abgedruckt ist … [weiter bei Antira-Campus]
Am Montag, dem 17.9. wird im veto eine Infoveranstaltung zu den Gegenaktionen gegen den „Marsch für das Leben“ in Berlin stattfinden.
Hier ein Video zu einem ähnlichen Event im letzten Jahr in Berlin.
Am 24.9. gibt es einen Filmabend. Beide Veranstaltungen beginnen um 20 Uhr.
Achtung: Das veto ist umgezogen und befindet sich jetzt im Papiermühlenweg 33. Eine Karte findet ihr auf der veto-Webseite.

Workshop

Die Bar vor der Party

Bestuhlung für den Auftritt von Jenniffer Ostblock

Jenniffer Ostblock
Die Polyfantasiawoche ist durch, wir sind geschafft vom Aufräumen und mussten dann noch miterleben, wie der CSD unpolitischer als je über die Bühne gegangen ist. Zwischen Tony Marschall, sexistischem Deutsch-Rock und Kirmestechno gab es Ansagen wie „Wer keine gute Laune hat, kriegt Hausverbot“. Als Dank dafür, dass wir keinen Sekt trinken durften und bei jeder Straßenbahn auf Seite springen mussten, gab es Blumen für’s Ordnungsamt. Wir haben uns angesichts dieser traurigen Veranstaltung entschlossen, unseren vorbereiteten Redebeitrag nicht zu halten. Statt dessen gab es die folgende Improvisation:
Wir, die Gruppe wider die Natur, möchten uns bei allen bedanken, die sich heute nicht bei Frau Saalfeld dafür bedanken, dass wir uns auf Erfurts Straßen bewegen dürfen. Es reicht nicht aus bei der Gesetzgebung „Bitte, Bitte“ zu machen. Sexismus, Homophobie und Rassismus sind tief in der Geselllschaft verankert und Rex Gildo wird uns nicht mehr dabei helfen, diese Zustände zu überwinden. Hossa!“
Theaterworkshop, Aufführung und Kurzfilmabend liegen hinter uns, die Deko wird Tag für Tag schöner und wir überlegen noch, woraus wir einen einfachen Orgonakkumulator bauen können. Alufolie haben wir da. Inhaltlich geht es morgen in die letzte Runde: Claudia Skoda stellt die Ergebnisse ihrer Forschung über unkonventionelle Elternschaft dar. Freitag gibt es noch ein rauschendes Fest, damit wir uns am Samstag alle gutgelaunt und/oder sturzbetrunken (kein Konsens) beim CSD in die Sonne blinzeln oder pinkeln (auch kein Konsens) können.

Workshop

Kunst (auch kein Konsens)

Wir meinen das ernst. Wir wollen nicht, dass bei der Polyfantasiawoche eine mackermäßige Stimmung herrscht, wie mensch sie auch in jeder Kneipe haben kann. Eine Stimmung, die oft dazu führt, dass Leute, die diese Stimmung nervt, gehen oder erst gar nicht kommen. Heterosexuelle und Männer sind willkommen, wenn sie es aushalten, sich ausnahmsweise mal nicht in den Mittelpunkt zu stellen. Wer das nicht schafft, bleibt besser zuhause.
eher verhalten war die beteiligung bei der auftaktdiskussion zum thema ‚queeres bedürdnis, patriarchat und klassengsesllschaft‘ am gestrigen sonntag. vielleicht war’s zu theoretisch, vielleicht zu sehr vortrag? auf jeden fall saßen wir am ende zu zehnt. schade. mehr als drei mal so viele leute sind gerade bei der veranstaltung zu feministischem und queeren porno. konsensuell, vielfältig, kritisch gegenüber gesellschaftlichen machtverhältnissen und mit frauen in der subjektposition soll er sein und nicht die normvorstellungen darüber, wer wie aussehen soll und was tun oder erdulden muß, reproduzieren. ob das geht? laura merit sagt ja. suchbegriff für [suchmaschine]: poryes.

